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Wildwasserparadies Korsika 2003VorwortWie schon im letzten Jahr benutzten wir die Nachtfähre von Savona nach Bastia um am Oster-Freitag durch die Nacht nach Korsika zu gelangen Ralph, Toro, Sämi und Frank (alle aus Versam) waren schon eine Woche auf Korsika unterwegs. Die einen ganz privat die anderen beruflich für die Kanuschule Versam arbeitend. Holgi und ich sind also zusammen mit meinem Hund Basil am Samstagmorgen ins Ascotal zum vereinbarten Treffpunkt gefahren. Dort war jedoch nur Raph anwesend. Die anderen 3 seien ziemlich hektisch auf der Insel unterwegs... :-))) Wir sind also auf unseren standard Einfahrbach den mittleren Vecchio gefahren um uns ans harte Leben auf der schönsten Insel zu gewöhnen. Mittlerer Vecchio 19.4.2003Fahrer: Ralph, Holgi, Dani Pegel: 140 Ralph hat uns mit entsetzten erzählt dass unsere 3 anderen Kollegen, Toro, Sämi und Frank den Vecchio am Vortag in 1 Stunde und 56 Minuten runtergebrettert seien.... d.h. das 2. Mal an diesem Nachmittag, nachdem sie am selben Nachmittag in gut 3 Stunden runter gedudelt seine... Am Einsatzpunkt, wo wir Torro, Sämi und Frank kurz trafen, war uns diese Zeitangabe noch nicht so recht bewusst. Am Ausstieg jedoch, nach gut 2 Stunden 45 haben wir uns alle nur mit langen Gesichtern angeschaut... und uns gefrag wo und wie die Jungs an den 3 "heissen" Stellen gesichert haben... Es stellte sich heraus gar nicht, sie sind einfach überall durch gebrettert...... :-( Die 140 Pegel waren jedoch ein relativ tiefer Wasserstand, sodass einige Passagen nicht so wuchtig ausfielen. In der Kernstelle mussten wir jedoch mit ungekannten Felsen und Strömungen kämpfen. Vom Vecchio fuhren wir auf den Camping im Ascotal zurück. In dieser Nacht übernachteten die anderen 3 auf dem Camping in Corte an der Mündung der Restonica... ohne Zelt... und beim Regen mitten in der Nacht mussten sie sich in den Sanitärbunker zurückziehen.... :-))) Wir trafen sie am nächsten Morgen am Ausstieg des oberen Golo und Calassima ziemlich zerknittert.... Oberer Golo 20.4.2003Fahrer: Ralph, Holgi, Dani, Toro, Sämi, Frank Pegel: 140 Nach der Regennacht führten beide Bäche, Golo und Calassima schön Wasser. Unsere 3er Gruppe hatte am Vortag vergeblich versucht sich auf dem Rizzanese zu vergnügen, wegen Wassermangel viel das jedoch aus. Toro bekam von ein paar Franzosen den Tip, auf dem oberen Golo noch ein bisschen weiter oben einzubooten...... Was schlussendlich in einer 2 stündigen Aktion, vom Ausbootplatz bis zum Zeitpunkt als wir endlich Wasser unter die Boote bekamen, führte... dabei eine gut einstündige Schlepperreich durch die hochalpinen Wälder des Col de Vergio... in strömendem Regen und Graupel.... Grrrrrrr!!!! Zum Glück hatten wir einen sehr schönen Wasserstand, so waren die ersten Kilometer nicht so ein extremes Gepopel wie sonst. Auf dem "normalen" Teilstück nach dem Zusammenfluss der beiden Oberläufe entwickelten sich einige Stellen die wir vom letzten Jahr kannten zu guten Stoppern mit Rückläufen. Toro musste an einer Stelle in so einem Stopper aussteigen, wurde jedoch innert Sekunden von uns aus der ungemütlichen Lage befreit. Uns machte eigenlich nur der aller letzte Teil etwas Kopfzerbrechen, ob wohl die letzten paar Stufen in der letzten Klamm nicht doch zu grosse Rückläufe bilden würden. Diese konnten wir jedoch alle entweder umheben, überspringen oder umfahren. Insgesamt war der obere Golo mit diesem Wasserstand ein sehr sportlicher Bach! Am Abend campierten wir in Francardo auf dem Camping im Olivenwald... mit viel Pietra und Pasta wurden unsere total entkräfteten Junioren wieder aufgestellt.... eine Woche mit Toro hatte sichtlich Spuren hinterlassen!!! Calassima 21.4.2003Fahrer: Ralph, Holgi, Dani, Toro, Sämi, Frank Pegel: 145 Durch die Regenfälle vom Vortag war der Pegel an der Ausbootstelle nochmals etwas angestiegen und liess uns auf eine schöne Fahrt hoffen. Die Sonne schien, es war wieder warm und das Wasser war glasklar... was will man mehr wenns auf die Calassima geht! Leider hatte ich an der Einbootstelle einen Ausrutscher und viel mit der Kamera in der Hand ins Wasser.... somit waren einige der Bilder vom Vortag auf dem Golo dahin und für den Tag auf der Calassima war nach dem Ausfall der Elektronik nichts mehr zu machen. An diesem Tag hatte ich zwei nicht so schöne Erlebnisse. Im oberen Teil hatte ich auf der letzten Position fahrend einen Stecker, den niemand bemerkte. In einer kleinen ca. 50cm hohen Stufe hatte ich schon das Wasser über den Schultern im Genick, konnte mich jedoch mit zwei Pumpbewegungen freimachen. In einem engen Schlauch im mittleren Teil habe ich dann ein paar hundet Rodeopunkte gesammelt, weil wieder auf der letzten Position fahrend niemand anzeigte in welche Richtung gebooft werden sollte..... grrrrrr.... nach 2 mal Himmel und vorbeisausenden glatten Wänden, 2 missglückten Eskimotierversuchen und dem rechten Bein aus der Schenkelstütze gedrückt, konnte ich den Endlos-Cartwheel abbrechen und aufrollen und mit dem Overdrive aus dem Rücklauf kommen. Danach gabs ein paar heftige Worte.... so von wegen nach hinten wird auch geschaut! Die letzte Position ist so etwa eine der risikoreichsten, wenn niemand zurück schaut. Im weiteren Verlauf wurden die Grundgesteinsstufen mit diesem schönen Wasserstand und der Sonne zum vollen Genuss. Einzig ein paar total überforderte Gruppen trübten das Bild. Allen sind die Worte des bayrischen Mircopiloten noch present, dass ein Microbat ein Pfahl sei... er jedoch seinen Kollegen immer gut 50 Meter ohne Sicherung vorausfuhr und diese sich entweder mit gebrochenen Rippen oder sonst abenteuerlich an den Ufern runterschleppten. Er verkörperte das schlechteste Bild eines Stürtzers, Integralhelm, Trockenanzug, dicke Neohandschuhe, immer in Rückenlage im T-Stil unterwegs..... Da wir an diesem Nachmittag relativ früh unterwegs waren fuhren wir über den Col de Vergio rüber in den Golf von Sagone um dort auf dem super schönen Camping die Nacht zu verbringen. Lizola 22.4.2003Fahrer: Ralph, Holgi, Toro, Sämi und Frank Pegel: staubig... Nachdem am Vortag mein gesammtes elektronische Equipment gelitten hatte... nachdem ich die Kamera mit zu einem Schwumm ins kühle Nass geworfen hatte... war auch mein wasserdichtes Nokia6250 wegen Kondenswasser hinüber....! Deshalb beschloss ich den Tag am Strand mit Basil zu verbringen. So konnte ich die Kamera und Objektive wieder zum arbeiten bringen und das Handy soweit trocknen, dass ich wieder Empfang hatte. Die Anderen machten sich nach einem guten Frühstück auf zur Lizola. Vor zwei Jahren ist Holger nach gut 500 Metern ausgestiegen und zurück zum Auto gegangen. Dieses Jahr hätter er es vielleicht auch tun sollen.... die Aktion wurde zu einer bösen Schlepperrei... nur ein paar wenige Stellen konnte befahren werden. In der Zwischenzeit konnte ich meine Hautfarbe auf ein nettes hellbraun bringen... :-)) und Basil grub unaufhörlich Touristenfallen am Strand... Am Abend so gegen 7 Uhr waren alle wieder zurück auf dem Camping und konnten sich mehr oder weniger aktiv am Zubereiten des Nachtessen beteiligen... :-))) Taravo 23.4.2003Fahrer: Ralph, Holgi, Dani, Toro, Sämi und Frank Pegel: ??? Vom Golf von Sagone aus gings Richtung Süden über die nächsten Hügelketten ins Tal des Taravo's. Als wir am KM31 an der Ausbootstelle eintrafen war schon ziemlich Verkehr auf der Strasse. Wir liessen zwei Wagen am Ziel zurück und fuhren mit Ralphs Bus und 6 Booten an die Einsatzstelle. Dort waren gerade eine grössere Gruppe von Tschechen gestartet, sodass wir die Passagen in der Eingangsklamm von oben mitverfolgen konnten. Über hohe Felswände kletterten wir dann am Pegelrohr runter in die Klamm und starteten unsere Fahrt auf dem Taravo. Schon nach 300 Metern lag eine tote Sau am Wasser... was ziemlich heftig stank!!! Auch auf dem Taravo gabs einige nette Passagen zu fahren und auch eine (bekannt als der 6er) die wir ausliessen... die Motz-Gang ist's gefahren!!! Vom Taravo gings dann weiter zu unserem nächsten Ziel, dem Tal des Rizzanese um den Codi zu fahren. Toro hatte mal wieder die Karte konsultiert.... was nichts gutes ahnen liess!!! Wir überquerten einen Pass, der eigentlich wegen Bauarbeiten geschlossen war... jeder Offroadfreak hätte glänzende Augen bekommen... doch unsere Kanuautos schlugen sich tapfer über die Geröllhalden hoch, weit über die Baumgrenze!!! Kurz vor Sonnenuntergang, erreichten wir den wunderschönen Camping bei Quenza. Dieser ist für den Oberen Rizzanese und den Codi zu empfelen. Von dort sind's nur Minuten bis zu den Einbootstellen von Codi und Rizzanese. Codi 24.4.2003Fahrer: Ralph, Holgi, Dani, Toro, Sämi und Frank Pegel: 0,5 bis 1 qm Unsere hyperaktive Versamer Gruppe war den Codi schon in der Vorwoche gefahren und konnte uns so einiges erzählen. Der Wasserstand lag bei ca. 0,5 bis 1 qm. Dies ist auf dem Codi gerade etwa die untere Grenze, es sollte jedoch auch nicht sehr viel mehr werden, da sonst einige Stellen sehr schnell und andere etwas ungemütlich werden könnten. 5qm wie es in einigen Führern heisst ist entschieden zu viel! Der Codi ist ein sogenannter "Drop and Pool" Bach... es geht extrem steil runter... die Altimeter verzeichneten 300 Höhenmeter auf den etwa 4 Kilometern! Gleich am Start, nach 200 Metern lag eine tote Kuh im Wasser.... super!!! Somit war allen klar, es wird möglichst kein Wasser aufgenommen.... Gleich am Anfang gings mit ein paar netten und hohen Drops los. Alle sauber in schöne Pools. Die ganzen Abfälle schienen mit der Zeit endlos und ein paar mal mussten wir etwas klettern um uns an steilen Felswänden hoch über dem Wasser an unfahrbarem vorbei zu schleichen. Gegenüber der Befahrung von Toro, Sämi und Frank aus der Vorwoche, welche 9 Umtragungen hatten, konnten wir zwei weniger verzeichnen. Jedoch erst nach längerem hin und her... :-))) Der Ausstieg nach dem Zusammenfluss mit dem Rizzanese war dann auch nochmals ein hartes Stück Arbeit... ca. 20 Minuten in brütender Hize aus der Schlucht hoch auf ein Plateau gegenüber von Winetous-Wacht. Vom Rizzanese gings dann wieder über einen Pass... den Col de Bavela rüber and die Ostküste, wo wir irgendwo zwischen Travo und Tavignano übernachten wollten. Auf der Abfahrt vom Pass ging Toros Mirco von meinem Dach verlohren.... dieser wurde jedoch wenig später wieder ergriffen... hatte ja kein Geld dabei... :-))) Mittlerer Travo 19.4.2002Fahrer: Ralph, Holgi, Dani, Toro, Sämi, Frank Pegel: 115 Wie schon im letzten Jahr stand als unser letzter Bach auf Korsika der Travo auf dem Program. Toro, Sämi und Frank sind in Ihren zwei Wochen auf der Insel nun schon das 4. Mal auf dem Travo unterwegs! Als wir an der Brücke bei der Ausbootstelle eintrafen, glaubten wir uns am Kanal in Hüningen. Die Strasse war voll mit geparkten Autos von Kanuten. Dies ist die Folge der Fahrbeschränkungen auf dem Travo. Man darf nur Montags und Freitags auf diesem wunderschönen Bach fahren. Viele waren dabei sich umzuziehen... so gaben wir Gas.. und waren nur wenige Minuten später unterwegs zur Einbootstelle. Dort bot sich uns das gleiche Bild. Viele geparkte Autos.... und eine Menge Leute die in den Bach guckten. So gaben wir nochmals Gas... und waren gut 5 Minuten später am Wasser. Doch auf dem Bach waren schon zwei andere Gruppen am starten. Die Zuger waren direkt vor uns unterwegs. Schon nach gut 1Km haben wir an einer Stelle diese zwei Gruppen übeholt, da sie gerade dabei ware Material einzusammeln.. :-)). Dann gings weiter, unsere Mehrfachfahrer kannten natürlich alles aus dem FF. Etwas vor den grossen Fällen in einer 3er Stufe trafen wir wieder auf 3 andere Gruppen, welche am Scouten waren. Diese waren etwas schockiert als wir uns sofort zu 6. in einem BlueAngel ohne angucken runterstürtzten... :-)) Ralph musste dabei aber rollen... sonst alles sauber! An den grossen Fällen angekommen stürtzten sich Toro und ich mit der Elektronik die ersten 2 Fälle runter um auf einer erhöhten Position die Kameras zu montieren. Nach dem Codi schienen mir diese Stufen nicht mehr so furchteinflösen wie im letzten Jahr und ich konnte es richtig geniessen den 6 und dann den 7 Meter Fall runter zu springen. Nach den 3 Fällen hatten wir mal kurz eine heftige Diskussion über das Tempo... Holgi war etwas übermotiviert und ich auf der letzten Position bekam mal wieder keine Infos... Im Schlussteil fuhren wir eine Stufe, welche wir im letzten Jahr ausliessen, die jedoch viel Zielgenauigkeit beim Boofen verlangte. So hatte der Kompressor von Frank einen grösseren Schaden an der Spitze und Holgi machte einen Ausflug in die Steine auf der rechten Seite. Als alle unten waren und wir unser Sicherungsmaterial einpackten, kam eine Gruppe von Topostürtzern. Einer stieg aus und fuchtelte wild mit den Händen. Ein paar Sekunden später kam auch schon der Erste Angeflogen, ohne auch nur einen Meter von der Stelle gesehen zu haben. Dementsprechend krachte er auch durch die Geröllhalde. Alle anderen aus dieser Gruppe machten es im selben Stil. Fragt sich nur wie lange solche Leute noch Bootfahren.... Übrigens wenn ich schon am lästern bin, der bayrische Micropilot war mit seinen Kumpels oder was davon übrig geblieben ist, auch auf dem Travo unterwegs. Natürlich wieder das selbe Bild. Er stürtzt sich ohne Sicherung wo runter und wartet dann unten im Boot ob es die Anderen auch schaffen.... das kennen wir doch aus der Literatur eines bekannten Schwarzwälders.... Am Ausbootpunkt stürtzten sich dann Sämi und Frank von der Brücke... gut 10 Meter... :-))). Am Abend campierten wir auf einem Camping in Aleria direkt am Meer. Basil grub wieder "Touristenfallen".... Löcher so tief dass man ihn nicht mehr sah... besonders interssant bei Nacht. Auf dem Camping in Francardo fiel Holgi einer solchen Falle bei Nacht und nach einigen Pietras zum Opfer.... :-)). Holgi und ich machten uns am nächsten Morgen auf den Heimweg... durch einen Supermarkt um ein paar lokale Spezialitäten in flüssiger und fester Form mit nach Hause zu bringen. Ralph, Toro, Sämi und Frank hatten erst die Nachtfähre an diesem Samstag gebucht und somit noch einen Paddeltag mehr zur Verfügung. Alle sind gut zu Hause angekommen, ich musste jedoch meine Windschutzscheibe ersetzten lassen... diese hatte ein paar Steinschläge zu viel abbekommen. Aber nächstes Jahr zur selben Zeit im selben Kino... :-))
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