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Kanu-Herbstausfahrt im Jura, 16. & 17. Oktober

De hesch dy scho aagmäldet, dänggsch drotzig, also goosch au! Au wänn sie vom greescht Sauwätter im Radio verzellt hänn!

Mit mir haben’s noch ein paar andere Spinner ebenfalls so gehalten. Es waren dann schlusssendlich sechs Canadierzweier, ein Canadiereiner und ein Kajakeiner beim Bootshaus zu verladen.

Wer waren denn die Mutigen? Priska und Walti von Olten, Margrit und Marcel von Schönenbuch, Margrit und Peter von Muttenz, Bernadette und Guido von Meltingen, Vreni und Hampe, Vera und Wolfgang und Arlette von Basel sowie Heinz von Riehen.

Nach dem obligaten Kaffee und den echt ofenfrischen Gipfeli im „demi Lune“, direkt an der Nepomuk-Brücke in St. Ursanne, wurde zum Aufbruch zu einem typischen Rennpaddler-Start geblasen. Denn wir haben gewartet bis es endlich zu regnen begann, sonst hätten wir ja wenigstens trocken einsteigen können. Nach dem Wehr, oberhalb St. Ursanne, das bei schönem Wetter durchaus fahrbar ist, starten wir um das charmante Städtchen auch vom Wasser aus bewundern zu können.

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Im Boot machte der Nieselregen eigentlich nicht mehr so viel aus, wie zuerst befürchtet. Hin und wieder zeigte sich auch mal die Sonne. Entschädigt wurden wir hier durch die zauberhafte Landschaft und notabene die wunderschönen Herbstfarben im Jura. Guido hat sich beim Wehr von Bellefontaine als Treidelchef angeboten, so war dieses Hindernis rasch umschifft. Das Umtragen, reißen, ziehen der Boote beim zweiten Wehr bei Pontoye gestaltete sich komplizierter, als zuerst angenommen, denn das Ufer bestand aus den mit Steinen gefüllten Drahtkörben, die zum einsteigen nicht sonderlich geeignet sind. Das kalte Wasser hat’s fahren oder treideln des Wehres nicht anraten lassen.

Wenn die Hände kaum mehr warm werden, geht die Zeit langsam vorbei. Es wurde trotzdem einmal Mittagszeit, Zeit für’s Pick Nick. Guido hatte in einem vorher angelegten Depot bei Ocourt Kaffee- Tee- und Bouillon-kannen, aber auch trockenes Holz für ein kleines Grillfeuer hinterlegt. Im Regen verpflegt, nicht eine Stunde pausiert, wie geplant, wollten wir dann nur noch in die Boote und weiterfahren.

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Bis Clère, kurz vor dem langen Stausee des Kraftwerkes Vaufrey , mußten sich alle noch gedulden und als Krönung des Wetters ein paar Hagelschauern über sich ergehen lassen. Boote verladen, Auto holen, etc. und dann so rasch wie möglich nach Réclère ins Hotel. Unsere Organisatoren hatten eigentlich ein kleines Vorabendprogramm geplant, dies aber dem allgemeinen Wunsch nach einer schnellen, heissen Dusche im Hotel, fallen gelassen. Noch dazu, daß sich eine C-2-Equipe noch restlos trocken legen mußte.

Der Sonnenuntergang auf dem Roche d’Or und die dort scheinbar unbegrenzte Sicht mußte wegen Regen leider ohne uns stattfinden. Wir hatten also ein wenig Zeit zur allgemeinen „Pflege“ bis zum Nachtessen. Dieses war Gott sei Dank kein vorbestellter „Einheitsbrei“. A la carte war angesagt. Und die ließ kaum Wünsche offen, wenn auch, wie oft bei Rennpaddlers, Diskussionen über den richtigen Wein das warten bis zum Essen verkürzte. Mit einem feinem Nachtessen mit jahreszeitgemäßen Wildsaukottelettes und passendem Zubehör. Zum Dessert Kaffe und Damassin – ein Pflümlischnaps – aus dem Jura.

Nach einer sehr stillen und stockfinsteren Nacht, einem einfachen Morgenessen waren dann „les Grottes de Réclère“ angesagt. Verstärkt um fünf Personen, Renate, Hanspi, Thommy, Tamara und Laura, stiegen wir bis zum tiefsten Punkt, einem kleinen See, 100 m unter der Erdoberfläche. Gemäß der Führerin sind es total 500 Stufen hin und zurück. Die für mich überraschend große Grotte mit Stalakmiten und Stalaktiten in mannigfaltigen Formen und Farben habe ich im Jura nicht erwartet.

Um uns richtig hungrig zu machen wollten wir bei einer kleinen Stadt- und Klosterbesichtigung St. Ursanne kennenlernen. Es lohnt sich! Das gemeinsame, feine Mittagessen, jetzt mit 19 Personen im „du boeuf“ schloss das – trotz miesem Wetter – doch noch gelungene Wochenende ab.                                            Lou

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Die Bilder:

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