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WORLD MASTERS 2005 EDMONTON / CANADA  vom 22. Juli bis 31. JULI

ERLEBNISBERICHT vom TEILNEHMER MAX  FLUECKIGER

www.2005worldmasters.com

14. Juli, mit Air Canada fliegen meine Frau und ich ab Flughafen Zürich nach Toronto.

Die Maschine AC 879 startet mit 1 Std. Verspätung. In Toronto angekommen warten alle Passagiere nach der Landung 2 Std. in der Maschine wegen eines Sturmes. Aufgrund dieser Tatsache herrscht im Flughafen das totale Chaos. Sämtliche Maschinen fliegen mit Verspätungen weiter. Erst um 2200 Uhr, können wir endlich mit AC 133 nach unserem Bestimmungsort Calgary weiterfliegen.

15. Juli, nach 4 Stunden landen wir in Calgary. Um 0300 Uhr sind wir endlich total erschöpft im Hotel Sandmann angelangt. Die folgenden 2 Tage verbringen wir in Calgary und kommen uns etwas komisch vor da wir die Einzigen sind ohne Cowboyhut. Wenn in Calgary das weltbekannte Rodeo stattfindet spielen die Leute verrückt (so ala Basler Fasnacht). Wir haben folglich 2 Tage Zeit uns die verschiedenen Darbietungen an der Calgary Stampede anzuschauen. Es gibt wahrlich viel zu sehen. Vom Zureiten der wilden Pferde und Bullen sowie den Cuckwagenrennen. Es sind höchst interessante Darbietungen und es ist beachtlich was diese Leute mit den Pferden alles können. Wir sehen auch die ersten Indianer und besuchen ein Dorf mit grossen „Tippis“ Zelte.

17. Juli: Heute heisst es von Calgary Abschied zu nehmen. Beim Flughafen holen wir unseren Mietwagen ab und fahren anschliessend in ca. 4 Std. nach Edmonton. Das Autofahren in Canada ist sehr relaxt. Nicht die bekannte Hektik und Aggression wie in Europa. Auf der Fahrt nach Edmonton wird uns die Grösse dieses Landes bewusst. Riesige Rapsfelder wohin man schaut. Gegen den späteren Nachmittag treffen wir in Nisku ein. Die Ortschaft liegt südlich von Edmonton. Diesen Ort habe ich gewählt weil er zw. den Wettkampfstätten liegt. Unser Hotel heisst Nisku Inn und gefällt uns recht gut.

18. Juli: Nach Studium der Stadtkarte  fahren wir nach Edmonton. Wir finden die Stadthalle eigentlich ohne Probleme. Dort muss sich jeder Athlet und Companion persönlich registrieren lassen und kriegt aldann seine Unterlagen und Präsente. Da wir ja nicht die Einzigen sind die das wollen und müssen herrscht in den Vorhallen bereits ein entsprechend grosser Andrang. Nach ca. 1 Std. sind wir endlich beim Registraturofficer. Mit allen unseren Unterlagen verflüchtigen wir uns dann Richtung Ausgang verlassen das Gebäude jedoch erst nach gründlichem Einkauf. Danach kehren wir zu unserem Hotel zurück und widmen uns dem Kulinarischen.

19. Juli: Heute gehen wir rekognoszieren. Ich will den Fluss Saskatchewan unbedingt sehen. Als es dann soweit ist sind meine Frau und ich erstaunt über dessen Breite. Vor allem aber bin ich überrascht ob des immer noch vielen Wassers. Die Strömung ist auch entsprechend stark. Es beschleicht mich ein bisschen ein mulmiges Gefühl. Eigentlich sind wir jetzt an dem Ort wo die Rennen stattfinden sollten, doch von Vorbereitungen oder Kanuten sehen wir gar nichts.

20. Juli: Wir sind wieder auf der Suche. Ich habe gehört dass das Rennen an anderem Ort ausgetragen wird. Doch Fehlanzeige auch dort von Kanuten nichts zu sehen.

21. Juli: Ich werde langsam ungeduldig, wir unternehmen einen dritten Anlauf. Endlich werden wir in Devon ca. 30 Km von Nisku entfernt fündig. Erste vertraute Gesichter und Paddlerarme tauchen auf. Doch auch sie wissen nicht viel mehr als ich. Eine tel. Anfrage beim Organisator zeigt auf, dass man aufgrund des hohen Wasserstandes immer noch keine definitive Entscheidung getroffen hat.

Immerhin sehe ich heute das erste Rennkajak und schon bald bin ich auf dem Wasser. Die Strömung ist wirklich beeindruckend und im Wasser hat es auch die verhassten Turbulenzen.

22. Juli: Wir sind wieder beim Ort des Geschehens eingetroffen. Heute sehe ich erstmals meinen Schweizerpartner welcher zwischenzeitlich mit seiner Fam. eingetroffen ist. Auch er staunt über den Fluss. Wir unternehmen ein gemeinsames Training kommen dabei zum Schluss, dass man dieses Wasser nicht mit einem Vajdaboot befahren kann. Also organisieren wir für das Rennen beide ein stabileres Boot.

Gleichentags am Abend findet in Edmonton die Eröffnungsfeier im Comenwelthstadion statt. Die Feier ist ergreifend und ein Krippeln beschleicht mich beim Einmarsch der Fahnenträger. Nach vielerlei Darbietungen und Reden überfliegt eine Jagdstaffel der Air Force das Stadion. Wir sind alle sichtlich bewegt.

Auf dem Heimweg ins Hotel denke ich an den folgenden Tag. Was wird er für mich bringen. Nach einem guten Nachtessen mit viel Kohlehydraten gehen wir ins Bett. Doch viel schlafe ich nicht „immer diese Nervosität vor einem Rennen“ das werde ich wohl nie ablegen können.

23. Juli: Heute gilt es ernst. Meine Frau und ich treffen frühzeitig beim Zielort ein. Es findet dann auch ein Briefing mit den Athleten statt. Es wird uns mitgeteilt, dass von allen Athleten Fairness erwartet wird. Die Rules müssen beachtet und eingehalten werden sonst erfolgt Disqualifikation. Um 1030 Uhr werden Wettkämpfer und Boote mit Bussen an den Startort transportiert. Im Auto hört man einzelne Scherze doch die Anspannung ist spürbar da. Am Startort werden die letzten Vorbereitungen getroffen. Eine kurze Orientierung vom Starter erfolgt, dann werden die einzelnen Altersgruppen losgeschickt. Endlich sind wir, die AK 60-64 an der Reihe. 14 Boote sind insgesamt gemeldet. Ich höre den Starter „30 Sek. zum Start“ und dann ertönt das Signalhorn.

Der Start erfolgt und wir preschen los. Wie immer sind die ersten 2 Km sehr anforderungsreich. Die Positionskämpfe sind im Gange. Die ersten 2 Boote haben sich bereits leicht abgesetzt. Dann folgt eine Dreiergruppe, ich bin mit dabei. Es wird nichts geschenkt. Um dranzubleiben musst du wirklich hart kämpfen.

Nach ca. 5 Km geschieht das Unfassbare. Zwei heftige Windböen dazu ein Strudel und ich kentere. Im Wasser schwimmend hadere ich mit meinem Schicksal. Es ist nicht nur ärgerlich es ist frustrierend in guter Position zu kentern. Ich muss mindestens 10 Min. schwimmen bis ich mit meinem Boot und Paddel das Ufer erreiche. Vom Ufer aus sehe ich die bereits distanzierten Paddler an mir vorbeiziehen. Ich leere das Boot und steige wieder ein. Das Rennen wird selbstverständlich fertig gefahren. Doch Aussicht auf eine gute Rangierung ist passe.

Endlich bin ich im Ziel, meine Frau steht am Ufer und ist erleichtert mich endlich zu sehen. Die Nachricht von meiner Kenterung hatte sie schon erreicht. Meine Frau weiss in diesem Moment was in mir abläuft. Andere Wettkämpfer versuchen mich zu trösten. Morgen sieht die Welt wieder besser aus.

24. Juli: Es geht mir immer noch nicht gut. Ich brauche Abstand zum Negativerlebnis. Aus diesem Grunde vermeide ich es zum Fluss zu fahren. Stattdessen gehe ich mit meiner Frau eine altes Fort anschauen. Es ist interessant zu sehen wie die damaligen Bewohner gelebt haben. Ich werde durch die neuen Eindrücke etwas abgelenkt.

25. Juli: Ein neuer Tag ist da. Ich fühle mich wieder besser und in mir erwacht der Kampfgeist wieder. Wir fahren wieder zum Fluss. Mit meinem Partner Karel Suler wird ein Training im K II durchgeführt. Das Boot läuft recht gut und mein Selbsvertrauen ist wieder gestärkt.

26. Juli: Heute ist mein zweiter Wettkampftag. Wieder werden wir nach dem Mittag mit Bussen zum Startort gefahren. In mir brodelt es, heute muss ein gutes Resultat her koste es was es wolle. Am Zielort erneuter Stress. Der Organisator hat zwei verschiedenen Teams das gleiche Boot zugelost. Das eine Team sind wir. Es gibt ein hin und her. Da beide Teams für das Boot bezahlt haben besteht für Beide der gleiche Anspruch. Nachdem sich keine Lösung abzeichnet mache ich den Vorschlag eine Münze zu werfen. Der Schiedsrichter ist damit einverstanden. Die Münze landet in seiner Hand. Wir sind nicht die Glücklichen.

Beim noch zur Verfügung stehenden Boot handelt es sich um einen Van Duisen, sehr schnelles Boot aber kippelig. Zudem ist es nicht in einem guten Zustand. Der hintere Sitz kann nicht festgeschraubt werden. Auch das noch zu allem Ungemach. Ein Australier besorgt uns eine neue Flügelmutter. Endlich können wir unter Applaus einsteigen. Die anderen sind längst auf dem Wasser. Wir fahren zügig den Strom aufwärts, wenden und sind startbereit. In mir kocht es. „30 Sek. Zum Start“ und dann das ersehnte Horn. Jetz geht’s ab wie die Feuerwehr. Die Positionskämpfe sind im vollen Gange. Wir sind mit von der Partie in der Spitzengruppe. Jetzt nur keinen Fehler machen, ich sitze am Schlag und konzentriere mich auf das Umfeld. Es wird um jeden Meter gekämpft. Wie ergeizig und verbissen 60 jährige noch kämpfen können ist höchst erstaunlich. Nach ca. 2 Km hat sich eine Spitzengruppe abgesetzt. Wir sind dabei. Ob der Anstrengung kriege ich fast keine Luft mehr. Jetzt heisst es gut durchatmen und schönen Rhythmus fahren. Das Boot an der Spitze hat sich ca. 50 m von uns abgesetzt. Wir befinden uns im ständigen Kampf mit einem russischen Mixtteam. Diese Mannschaft zählt jedoch nicht zu unserer Altergruppe weil sie wesentlich jünger sind. Wir betrachten sie jedoch trotzdem als unsere Gegner. Nach einer Stunde Fahrt auf hohem Niveau sehen wir endlich das Ziel. Mit letzter Energie von hinten auf die Welle des russischen Bootes. Kurze Erholung und dann ziehen wir links am Gegner vorbei. Die Russen versuchen zu kontern. Doch wir lassen ihnen keine Chance und fahren als zweite ins Ziel. Ich fühle mich sehr sehr glücklich und erleichtert. Mein Ziel ist erreicht, mindestens eine Medaille an den Masters. Auf das Siegesboot haben wir nur gerade 21 Sek. verloren. Am Ziel werden wir beglückwünscht. Die Gewinner gratulieren uns und bezeugen ihren Respeckt.

Meine Frau wartet schon ungeduldig am Ufer. Auch sie ist erfreut über unser gutes Resultat. Die Silbermedaille macht sich gut an unserer Brust.

27. Juli: Heute fahren wir nach Leduc an einen kleinen See. Der Ort ist sehr schön gelegen mit viel  Grün rundherum. Ich bin müde vom Vortag aber glücklich. Am Vormittag heisst es Outrigger fassen und zum Start fahren. Die Boote gefallen mir. Sie unterscheiden sich von den Europäischen. Ich habe ein gutes Gefühl und fahre zum Start über 1000 m. Jetzt heisst es gegen Outriggerspezialisten antreten. Ich komme gut weg und beende den Lauf auf dem 2. Platz. Nach uns startet der zweite Lauf. Da 3 Wettkämpfer eine bessere Zeit aufweisen als ich lande ich auf dem 5. Gesamtrang. Ich bin mit diesem Resultat zufrieden.

28. Juli: Heute ist mein 62. Geburtstag. Schon wieder ein Jahr mehr auf dem Buckel. Heute muss ich an den Start im K I über 1000 m. Ich fühle mich hundemüde. Jetzt zeigt sich die Wirkung der vorangegangenen Marathonrennen. Ich starte gut bin dabei bis ca. 600 m, dann ist die Batterie leer, ich kriege keine Luft mehr und damit fehlt auch die Kraft. Ich beende das Rennen auf Platz 6. Ich bin immer noch in der ersten Hälfte. Damit kann ich leben.

29. Juli: Im Hotel haben sie realisiert dass ich am Vortag Geburtstag hatte. Zu dritt erscheinen sie beim Frühstück und singen Happy Birthday.....(nette Geste).

Wir sind wieder am See. Eigentlich hätte ich einen freien Tag (Erholung wäre angesagt) doch ich habe mich für ein Outriggerrennen über 500 m gemeldet und das erst noch in der AK 55-59. Guten Mutes paddle ich an den Start. Unterwegs höre ich von zwei Mitstreitern, dass sich ein älterer noch nachgemeldet habe. Ich muss schmunzeln. Heute fühle ich mich wieder fit und bin entschlossen meine Haut teuer zu verkaufen. Die Jüngeren starten schnell. Ich liege am 4. Platz. Doch nach 250 m hole ich auf und ziehe langsam an zwei Booten vorbei. Im Ziel liege ich auf Rang 2. Der zweite Lauf ist langsamer. Ich kann die 2. Silbermedaille realisieren. Von jüngeren Wettkämpfern beglückwünscht zu werden ist schön und stellt einem auf.

30. Juli: Am Vormittag findet mein 2. Outriggerrennen über 500 m statt. Diesmal in meiner Altersklasse. Ich fahre mit Zuversicht an den Start. Mein stärkster Gegner ist der Australier John Newton (Gewinner des Marathons). Ich weiss dass dieser Mann schwer zu schlagen ist. Der Start ist erfolgt ich liege bald an der Spitze mit John auf gleicher Höhe. Bis 50 m vor dem Ziel bin ich bei ihm,  dann kann er noch einmal zulegen. Doch ich bin stolz ich habe nur 4 Sek. auf ihn verloren. Ergebnis 3. Silbermadaille. Es ist einfach grossartig.

31. Juli: Eigentlich wären die Wettkämpfe für mich vorbei. Heute werden u.A. die Mixtrennen gefahren. Die OC 6 stehen auf dem Programm. Ich horche mich um und erfahre dass einem Team aus Canada  ein Mann fehlt. Allerdings in der Altersgruppe 45 – 49 Jahre. Ich biete mich an und werde gleich freundlichst aufgenommen. Es ist eine neue Erfahrung für mich in einem OC 6 mitzufahren.

Ich werde auf Platz 5 gesetzt und es wird mir gleich klargemacht, dass man von mir Power erwartet. Doch nach einem kurzen Training sind sie von meiner Leistung überzeugt. Das Rennen wird vorbesprochen. Immer nach 10 Schlägen wird jeweils die Paddelseite gewechselt. Ich persönlich sehe darin ein grosses Gefahrenpotenzial, doch ich behalte die Meinung für mich und füge mich den Anordnungen.

Endlich fahren wir an den Start. Dann geht die Post ab. Zusammen mit dem Boot links von uns können wir uns früh von den restlichen Booten absetzen. Es wird ein harter Kampf. Im Ziel fehlt uns eine halbe Sek. zum Gold. Diese Zeit haben wir durch einen kleinen Steuerfehler verloren. Ich fasse heute die 4. Silbermedaille und bin restlos zufrieden. „Gold wäre eben doch schön gewesen“.

Am Abend treffen sich alle wieder im Baseballstadion Tellusfield zur Schlusszeremonie. Wiederum werden schöne Darbietungen gezeigt mit Musik und jungen Sportlern. Nun heisst es Abschied nehmen von Edmonton.

1. Aug: Wir fahren mit unserem Mietwagen via Calgary durch die Nationalparks nach Banf und Jasper am Lake Louis vorbei. Eine eindrückliche Landschaft durch die Rocky Mountains. Wir begegnen unserem ersten in freier Wildbahn lebenden Schwarzbären. Meine Frau ist ganz aufgeregt. Ich hoffe die von  ihr geknippsten Fotos sind gut. Nach ca. 600 Km sind wir in Jasper und übernachten dort im Hotel Whistler Inn. Am Morgen werden Fotos gemacht und ein schönes Souvernir (Indianer aus Bronce & Silber) gekauft. Die Rothaut war nicht gerade billig, gehört aber unbedingt zu diesem Land.

2. Aug: Weiterfahrt nach Sun Peaks kurz vor Kamloops. Eine wunderbare Landschaft in den Bergen. Im Winter muss es hier fantastisch sein zum Skifahren. Das Hotel ist sehr schön. Wir essen gut und gehen anschliessend noch ein wenig spazieren.

3. Aug: Fahrt von Sun Peaks nach Vancouver. Dort erfolgt die Rückgabe unseres Mietwagens. Wir sind total gerade mal 3000 Km gefahren. Aber alles ging gut und dafür sind wir dankbar.

4. bis 7. Aug: In Vancouver gibt es viel zu sehen und zu bestaunen. Unter Anderem unternehmen wir eine Whalewatchingtour mit einem Schnellboot., Wir sehen Seehunde und viele Delphine. Doch die Orcas sind nirgends. Das ist sehr schade aber die warten eben nicht gerade auf uns.

8. Aug: Flug mit Air Canada AC 130 nach Toronto. Der Flug ist pünklich und ohne Probleme. Wir sind am späten Nachmittag in Toronto im Hotel. Am nöchsten Tag gehen wir zu Fuss auf Erkundungstour und machen viele Fotos. Am folgenden Tag fahren wir Down Town und begeben uns auf den sehr hohen CN Tower. Von hier aus hat man eine wunderbare Ausicht über die Stadt. Hier in Toronto hat vor 20 Jahren meine Geschichte mit den Masters Games angefangen.

Ich zeige meiner Frau auch noch die Wettkampstätten bei den vorgelagerten Inseln. Es berührt mich nach 20 Jahren wieder da zu sein wo für mich eine Erfolgsserie begann.

Am 3. Und letzten Tag in Toronto unternehmen wir eine Carfahrt zu den Niagarafällen. Die Fahrt dauert ca. 1 Std. 30 Min. Ein überwältigendes Gefühl bei den Fällen. Obwohl ich es schon einmal gesehen habe ist der Eindruck ob des vielen Wasser gewaltig. Das Mittagessen nehmen wir im Hotel Sheraton im obersten Stock ein mit einer wunderbaren Aussicht auf die Wasserfälle, sowohl auf der amerikanischen als auch der canadischen Seite. Ringsherum wunderbare Parks mit schönen Blumen.

Am Mittagstisch erreicht mich aus der Schweiz eine traurige Nachricht. Ein guter Freund und Berufskollege ist innert weniger Wochen an Leukamie gestorben. Wir hatten beruflich viel miteinander zu tun und waren nächtelang zusammen im Einsatz. Einmal mehr hat jemand anderes über unser Schicksal bestimmt.

Auf der Rückreise fahren wir durch das Städtchen Niagara. Wir haben noch Zeit herumzuflanieren und die vielen schönen Häuschen und Läden zu bestaunen. Meine liebe Frau hat noch eine schöne Ledertasche entdeckt. Das machte jetzt die Suppe auch nicht mehr dicker. Unter Anderem entdecken wir noch ein Denkmal von Bernard Shaw dem bekannten Schriftsteller.

9. Aug: Es ist Zeit zum packen. Wir gehen noch einmal kurz in die Stadt. Ganz in der Nähe unseres Hotels befindet sich die Polizeizentrale mit einem Polizeimuseum. Wir schauen uns das noch an und dann werden zum letztenmal  Sachen eingekauft. Ich freue mich schon auf die Rechnung von der Visa AG.

1740 Uhr sind wir auf dem Flughafen. Wir warten nach dem Eincheken auf das Besteigen des Flugzeuges. Eine Groundhostess verlangt nach unserer Bordkarte. Nach einiger Zeit bringt sie die Karten zurück und blinzelt meiner Frau zu. Erst nach geraumer Zeit überprüfe ich die Karten und stelle zu meiner Freude fest, dass wir in die Firstclass umgebucht wurden. Es war eine äusserst angenehme Ueberraschung. So macht das Fliegen schon mehr Spass. Der Flug mit Air Canada AC 878 verläuft problemlos.

10. Aug: Wir sind glücklich und heil in Zürich gelandet. Mit dem Schnellzug geht’s nach Basel. Unser vertrautes Heim hat uns wieder. Wir haben sehr viel schönes gesehen und erlebt. Aber zu Hause ist es halt einfach noch schöner. Jetzt habe ich  Zeit alles aufzuarbeiten. Die kommenden Wochen werden etwas ruhiger angegangen.

Tschüss und auf Wiedersehen auf dem Rhein.

„Im Internet habe ich zufällig etwas gelesen, Masters in Südafrika 2006 ???“

 

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