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Was ist Kanu-Regatta?So unbekannt, wie man manchmal denkt, ist diese Sportart gar nicht. jeder hat schon mal ein Kanu gesehen, sei es in einem Indianerfilm oder bei einer Reportage über die Eskimos. Die Stämme dieser beiden Völker haben jene Fortbewegungsart über das Wasser praktisch erfunden. Bei den Indianern dienten ausgehöhlte Baumstämme als "schwimmender, fahrbarer Untersatz", während die Eskimos mit Tierhäuten, überzogene Gestänge aus Holz und Knochen als Boote benutzten. Sieht man im Vergleich dazu die Kanus von heute, mit denen Wettkämpfe gefahren werden, sind kaum noch Gemeinsamkeiten festzustellen. Schön! und weiter?Der Kanurennsport ist eine von sechs Wettkampfsportarten, in die der heutige Kanusport aufgeteilt ist. Neben Wildwasser, Slalom, Marathon, Segeln und Polo behauptet er sich mit einer langen Tradition und Erfolgen der Superlative. So hat es zum Beispiel die Kanurennsportlerin Birgit Fischer geschafft, mit ihren Leistungen (u. a. 27 Weltmeisterschaftstitel, 7 Olympiasiege) in das Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Super! Aber wie läuft das ab?Beim Kanurennsport geht es darum, eine bestimmte Strecke auf geradem Gewässer zu fahren und dabei so schnell wie möglich ins Ziel zu gelangen. Die Strecke besteht aus neun Bahnen, die durch Bojen gekennzeichnet sind. International übliche Wettkampfdistanzen sind 200, 500 und 1 000 Meter. In der Schweiz werden außerdem auch Langstreckenrennen über 2000, 6000 und 1 0 000 Meter ausgetragen. Es gibt zwei verschiedene Bootsarten, die Kajaks und die Canadier. Das Canadierfahren ist den Herren vorbehalten, während im Kajak Damen und Herren an den Start gehen. Und welche Bootsklassen gibt es?Beim Kajak wird zwischen dem Einer (K 1), dem Zweier (K 2) und dem Vierer (K 4) unterschieden. Dies gilt auch für den Canadier, dementsprechend dann C 1, C 2 und C 4 genannt. National wird außerdem der CanadierAchter (C 8) gefahren. Was ist nun ein Kajak?Ein Kajak wird im Sitzen gefahren, das heißt, der Paddler taucht sein Paddel wechselseitig ein, um das Boot vorwärts zu bewegen. Im Heck befindet sich ein Steuer, das mit den Füßen bedient wird. Kajaks werden heute bevorzugt aus Kohlefaser hergestellt, aber auch Mahagoni-Holz ist international üblich. Und wie sieht ein Canadier aus?Die Canadierfahrer knien in ihren Booten, deren Rumpf weitgehend offen ist. Sie haben ein Stechpaddel, mit dem sie auch steuern müssen, denn bei diesen Booten gibt es keine Steueranlage. Die Canadierfahrer beherrschen ganz bestimmte Steuerschläge, um ihr Boot auf dem Kurs zu halten. Mit dem Material, aus dem diese Boote hergestellt werden, verhält es sich genauso wie bei den Kajaks. Haben die Boote auch festgelegte Maße?Ja. In den Wettkampfbestimmungen sind die Maße für die Boote genau festgelegt: Bootsklasse Höchstlänge Mindestgewicht K1 5, 20 m 12 kg K2 6,50 m 18 kg K4 1 1,00 m 30 kg C1 5,20 m 16 kg C2 6,50 m 20 kg C4 9,00 m 30 kg C8 1 1,00 m - Außerdem müssen die Boote auf ihrer gesamten Fläche nach außen gewölbt sein und dürfen nicht mit Gleitmittein beschichtet werden. Bei wichtigen Wettkämpfen werden alle Boote auf die Einhaltung dieser Bestimmungen hin überprüft. Ein Verstoß führt zum Ausschluß des Sportlers. Ach? Und was kann man alles erreichen?Der Kanurennsport ist - neben dem Kanuslalom - eine der beiden olympischen Sparten des Kanusports. Man kann also auch in dieser Sportart Olympiasieger werden. Außerdem gibt es Weltmeisterschaften, Weltcup-Rennen, internationale Regatten, Schweizer Meisterschaften, viele andere Regatten. Auch die Junioren kämpfen schon um die Weltmeisterschaft, um den Weltcup und neuerdings auch um die Europameisterschaft in ihrer Klasse. INTERNATIONALE WETTKÄMPFEOlympische SpieleDer Kanurennsport wurde im Jahre 1936 erstmalig in das olympische Programm aufgenommen und ist seitdem fester Bestandteil der Olympischen Spiele. Folgende zwölf Disziplinen gehören derzeit ins olympische Programm: 500 Meter Kajak-Damen K1 / K2 / K4 Kajak-Herren KI / K2 Canadier-Herren Cl /C2 1 000 Meter Kajak-Herren Kl / K2 / K4 Canadier-Herren Cl / C2 WeltmeisterschaftenDie ersten Weltmeisterschaften fanden 1938 in Waxholm/Schweden statt. Seit 1970 werden sie in jedem Jahr ausgetragen, in dem keine olympischen Spiele anstehen. Die Disziplinen wurden oftmals, zuletzt 1996, geändert. Seit 1997 werden in folgenden Disziplinen Weltmeisterschaftstitervergeben:200 und 500 Meter Kajak-Damen KI / K2 / K4 Kajak-Herren Kl / K2 / K4 Canadier-Herren C1 / C2 / C4 1000 Meter Kajak-Damen K1 / K2 Kajak-Herren Kl / K2 / K4 Canadier- Herren Cl / C2 / C4 Bei den Weltmeisterschaften ist pro Nation und Disziplin nur ein Boot startberechtigt. Junioren-WeltmeisterschaftenSeit 1985 richtet die Internationale Kanu-Förderation (ICF) Junioren-Weltmeisterschaften aus. Sie finden alle zwei Jahre statt. Teilnehmen dürfen Jugendliche im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Es wird das Weltmeisterschaftsprogramm (s.o.) gefahren, ausgenommen die 200 m-Distanz. Im Wechsel dazu wird alle zwei Jahre der Worldcup mit den gleichen Disziplinen durchgeführt. EuropameisterschaftenSeit 1996 gibt es auch im Kanurennsport Europameisterschaften. Diese finden alle 2 Jahre im Wechsel für Junioren und Leistungsklasse statt.
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